Starbucks weigert sich nachhaltige Palmölproduktion umzusetzen


Die Firma Starbucks bricht ihr Versprechen, auf eine nachhaltige Palmölproduktion umzustellen. Der Regenwald wird weiter für die Palmölplantagen der Kaffeehauskette abgeholzt.

Gemütliche Kaffeepause bei Starbucks? Leider finanzieren Sie mit ihrer Einkehr beim Kafferiesen mit seinen überteuerten Kaffee’s die Abholzung des Regenwaldes, das Aussterben bedrohter Tiger und Orang-Utans, sowie die Ausbeutung von Arbeitnehmern und die Zerstörung lokaler Dorfgemeinschaften.

Rainforest Action Network errechnete, dass Indonesien, Malaysia und Papua-Neuguinea zusammen einen weltweiten Anteil von 85% des Palmöls produzieren. Die Praktiken des Palmölanbaus tragen zu massiven Lebensraumverlust für bedrohte Arten wie den Sumatra-Tiger, die Sumatra-Elefanten und Orang-Utans, bei. Die umliegenden Gemeinden erleiden zudem Ressourcenverlust durch die Zerstörung der Wälder und Wasserscheiden.  Die Auswirkungen des Klimawandels werden verstärkt da Regenwälder grosse Mengen an Kohlenstoff absorbieren.

Rodung des Regenwaldes für Palmöl

Die grösste Kaffeehauskette der Welt setzt aber lieber weiterhin auf zerstörerische Palmölgewinnung und ignoriert die wachsende Gefahr und die Sorge vieler ihrer eigenen Kunden. Sogar andere umstrittene Fastfood Giganten wie McDonald’s, KFC oder Dunkin’ Donuts gehen bereits mit gutem Beispiel voran und haben nicht nachhaltiges Palmöl aus ihren Lieferketten verbannt.

Fordern Sie deshalb Starbucks jetzt auf, sein Versprechen einzulösen und sofort auf Palmöl umzusteigen, das zu 100 Prozent nachhaltig produziert wird!

2013 sah es beinahe so aus, als würde Starbucks dem guten Beispiel folgen. Unter grossem öffentlichem Druck sicherte Starbucks zu, bis im Jahr 2015 auf 100 Prozent nachhaltig produziertes Palmöl umzustellen.

Grosse Kanne, leere Worte

Wie sich jedoch nun herausstellte war dies ein leeres Versprechen. Starbucks ist Mitglied beim Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl. Der „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RSPO) ist bekannt für sein äusserst laxes Regelwerk, was von unabhängigen Organisationen stark kritisiert wird. Für die Plantagen der Mitgliedsfirmen werden tortzdem Regenwälder „nachhaltig“ abgeholzt und der Ausstoss von Treibhausgasen nicht wirksam reguliert.

Dennoch hält sich Starbucks nicht einmal an die Pflicht, der Organisation alle Daten zur Herkunft seines Palmöls offen zu legen.

Machen wir dem Konzern klar, dass wir nicht bereit sind, noch länger dieses Spiel zu spielen. Erinnern wir Starbucks an sein Versprechen!

Fordern Sie jetzt von Starbucks, auf umweltzerstörendes Palmöl zu verzichten – und zwar sofort!

1/7 der Landfläche von Malaysia besteht aus Palmölplantagen

In Südostasien schrumpfen die tropischen Wälder hauptsächlich wegen neuer Palmölplantagen. Die Flächen solcher Monokulturen auf Kosten des Regenwaldes hat sich zwischen 1997 und 2005 weltweit fast verdoppelt. Malaysia, Indonesien und Papua Neuginea gehören zu den Hauptproduzenten von Palmöl. Riesige Regenwaldgebiete dieser Länder fielen bereits dem Palmölgeschäft zum Opfer. In Indonesien ist bereits eine Fläche grösser als Bayern den Palmölplantagen zum Opfer gefallen. Die Landfläche von Malaysia besteht zu einem Siebtel aus Anbaugebieten dieser einen Pflanze!

1,4 Millionen Malaysier leben von der Palmölindustrie

Die malaysische Regierung bestreitet vehement, die Palmölplantagen den Regenwald verdrängen und Lebensräume zerstöre würde. Dies ist kein Witz, so verdummt halten Regierungen die Menschen. Das Image der Pflanze soll ökologisch unbelastet sein. Über fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukt verdankt das Land der Palmölindustrie. 1,4 Millionen Arbeiter werden dadurch beschäftigt.

Palmölplantagen Malaysia
Terrassenfelder in Sarawak, Malaysia

Pro Jahr wird 1 Prozent der weltweiten Mangrovenflächen vernichtet

Jedes Jahr fällt ein Prozent der Mangrovenflächen auf der Erde dem Anbau von Monokulturen zum Opfer. Hauptsächlich für Soja- und Palmölplantagen, sowie Garnelenfarmen.

Innert weniger Jahrzenten könnten die Regenwälder praktisch vollständig verschwunden sein. Mit ihnen tausenden Pflanzen- und Tierarten.

 

Rasantes Aussterben von Tier- und Plfanzenarten

Orang Utan mit BabyDie rasante Waldzerstörung lässt die Artenvielfalt rasant schrumpfen. Studien internationaler Biologenteams zeigen, dass die Plantagen 77 Prozent weniger Vogelarten und 83 Prozent weniger Schmetterlingsarten beherbergen, als der ursprüngliche Regenwald.

 

Mehr zum Thema Palmöl:

GEO.de
Plantage statt Regenwald

Süddeutsche Zeitung
Regenwald-Rodungen für den Supermarkt

Das Greenpeace Magazin
Der Wahrheit auf der Spur – die letzten Raminbäume

Greenpeace Dortmund
Urwaldzerstörung durch Palmölplantagen

Abenteuer Regenwald
Alles über Palmöl

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